Ferienwoche 60plus der Evangelischen Kirchgemeinde Altnau
7 Tage Tirol- Kitzbüheler Alpen- Brixental 8.-14. Juni 2026. Das war die Ferienwoche 60plus der Evangelischen Kirchgemeinde Altnau.
Bei strahlendem Wetter startete die Ferienwoche 60plus am Montag morgen.
24 Reisende aus verschiedenen Gemeinden nahmen Platz im komfortablen Car. Voller Vorfreude auf die bevorstehende Ferienwoche.
Franziska Locher,
Kurz nach dem Grenzübergang von Österreich erblickte die Reisegruppe ein heute seltenes Naturschauspiel. Feldhasen hoppelten über die Ackerflächen. Alle Reisenden hatten viel Freude an dieser Sichtung. Vom Bregenzer Wald führte die Route über den Hochtannbergpass. Bei der Autobahnraststätte «ALPENRAST TYROL» verköstigte sich die Gruppe über Mittag. Weiter ging die Reise durchs Inntal. Bei Wörgl tauchte man ins Brixental ein und bald schon erreichte man Kirchberg und das Hotel «Kirchbergerhof».
Am Dienstag besuchten die Senioren Kufstein. Ein Highlight war sicher das Orgelkonzert der Heldenorgel. Diese wird jeden Tag um 12.00 Uhr von einem privilegierten Organisten gespielt. Einige bestaunten die Festung und die Altstadt.
Die Griesneralm im Kaiserbachtal war am Mittwoch das Ziel. Die Fahrt über das hügelige Kaisergebirge mit den satt grünen Wiesenflächen, den wunderschön aus Holz gebauten Häusern und die mit Blumen geschmückten Balkone, waren eine Augenweide. Trotz des Regens konnte man sich kaum satt sehen an dieser unverbauten Natur. Auf der Rückfahrt besuchten die Senioren die Latschenbrennerei Hofmann. In einer kleinen alten Holzhütte wurde Interessantes über die Latschenkieferproduktion erklärt. Der Duft dieser Kiefer lag in der Luft. Viele Pflegeprodukte fanden dann Platz in den Taschen der Reisenden.
Natürlich durfte ein freier Tag in dieser Woche auch nicht fehlen. Die einen spazierten durch Kirchberg und besuchten eines der vielen Restaurants. Andere setzten sich in den Linienbus und fuhren nach Kitzbühel. Bei einer Kutschenfahrt durch das Kitzbüheler Dorf bekam man viele schöne Eindrücke. Das schmucke Dorfzentrum lud zum Verweilen ein. Die grosse Kirche wurde bestaunt und auch die Regenschirme benutzte man sehr gerne.
Bei der Schifffahrt am Freitag auf dem Aachensee konnte die Reisegruppe die Seele baumeln lassen. Eingebettet zwischen dem Karwendelgebirge und den Brandenberger Alpen liegt der See dunkelblau und einladend. Ab Pertisau gleitet das Schiff bis zur Anlegestelle Gaisalm, dort verliessen die Ausflügler das Schiff und genossen ein tolles Mittagessen im gleichnamigen Restaurant. Wieder mit dem Schiff führte die Rückfahrt rund um den ganzen Aachensee. Auch an diesem Tag regnete es in Bindfäden.
Deutlich sonniger und wärmer war es am Samstag. Gut gelaunt wurde die Gruppe in Auffach mit zwei Pferdekutschen erwartet. Gemächlich trotteten die Pferde den wunderschönen Weg Richtung Schönangeralm entlang. Bergbäche, satte Wiesen, Wälder, Holzhäuser mit gepflegten Blumengärten, Berge, Frische Alpenluft und vieles mehr wurde bei dieser Entschleunigten fahrt bewundert und genossen. Natürlich gab es wieder ein tolles Mittagessen auf der Schönangeralm. Mit den grossen Portionen musste so manch hungriger dann doch kämpfen. Nach dieser Rast, (auch für die Pferde), hüpfte man mit vollem Bauch wieder auf die Kutschen. Den gleichen Weg zurück zogen die Pferde die Last. Der Endpunkt der Rössli-Reise war der Hof der Familie Haas. Dort zeigte und erklärte die Bäuerin ihren Kräutergarten, der vollkommen Biologisch angebaut wird. Sie erläuterte die Verarbeitung bis zum getrockneten Gut. Aus diesen getrockneten Kräutern wird Tee, Salz, Liköre und allerlei Pflege- und Genussmittel hergestellt. Ein Kräutertee wurde zum Probieren angeboten, was bei dem schönen Wetter eine willkommene Erfrischung war. Einige deckten sich mit Tee und anderen feinen Sachen ein. Ein Spaziergang zum Car in der schönen Natur war eine willkommene Abwechslung.
Als zusätzliche Begleitung war in dieser Ferienwoche Severin Forrer mit dabei. Er absolviert die vierjährige Ausbildung als Jugenddiakon und ist von der Evangelischen Kirchgemeinde Altnau angestellt. Seniorenarbeit ist auch ein Teil seiner Ausbildung. Er gestaltete neben Pfarrer Uwe John die Morgenandachten und brachte so auch einen frischen Wind in die Ferientage. Abends wurden Kartenspiele, Lotto oder einfach nur geselliges beisammen sein genossen. Leider endete diese schöne Woche (trotz Regen) viel zu schnell.
Am Sonntag um 16.00 Uhr konnten alle Reisenden unversehrt und mit vielen Eindrücken wieder am Ausgangsort verabschiedet werden.