Bericht zur Seniorenferienwoche in Naters VS

Seniorenferien 2021 (Foto: Fränzi Locher)

Wunderschöne Tage im Wallis
Franziska Locher,
Seniorenferien der evangelischen Kirchgemeinde Altnau vom 14. – 20. Juni 2021 in Naters VS

Am Montag, 14. Juni 2021 startete die evangelische Kirchgemeinde Altnau mit den Seniorenferien. In diesem Jahr war das Ziel der Reise das Hotel "ALEX" in Naters im Wallis. Nach einem Mittagshalt im schönen Städtchen Greyerz erreichte die Reisegruppe Naters.
Dienstag's besichtigten wir den Stausee Mattmark. Dieser befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinde Saas-Almagell, auf 2204 m ü.M. 1965 ereignete sich beim Bau dieser Staumauer ein grosses Unglück. Bei einem Gletscherabbruch des Allalingletscher's kamen 88 Bauarbeiter ums Leben, diese wurden unter 2'000'000 m3 Eis und Geröll begraben. Fertiggestellt im Jahr 1967, ist dieser Staudamm der höchste Erdschüttdamm der Schweiz.

In Saas Grund durften wir danach einen Kaffee geniessen und das Dorf erkunden.
Das Städtchen Brig stand am Mittwoch im Fokus. Mit dem kleinen Briger-Zügli erkundeten wir auf bequeme Art das Städtchen. Einige tauchten bei einer Führung im Stockalpschloss in frühere Zeiten ein. Kirchen wurden innen und aussen bestaunt und die Gässchen luden zum Flanieren ein. Walliser Spezialitäten wurden probiert und somit sah man auf einigen Tellern das Kartoffel-Gericht "Cholera". Dies war eine Gaumenfreude.

Die morgendliche Andacht wurde am Donnerstag auf dem Simplon gestaltet. In einer kleinen Kapelle neben Simplon-Dorf lauschten wir den Worten von Pfr. Guido Hemmeler. Der Simplon- Pass (2005 m ü. M.) lud zum Kaffeehalt ein. Frisch gestärkt schlängelte sich der Car dem Tal entgegen, Richtung Gondo. Dieses Ziel war völlig spontan, um den Reisegästen diesen Ort des Felssturzes zu zeigen, da einige darüber diskutierten. Dort riss eine Schlammlawine am 13.10.2000 das halbe Dorf mit sich. 13 Menschen verloren ihr Leben. Zwei wurden nie gefunden.

Der nächste Stop war St. Leonard, dort befindet sich Europas grösste Wassergrotte, die im Jahr 1943 entdeckt wurde. Der See ist 300 Meter lang, 20 Meter breit und 10 Meter tief. Bei einer Bootsfahrt in 15 Grad warmer Umgebungstemperatur wurden so manche Fragen gelüftet. Beeindruckt nahmen danach alle im Bus ihren Platz ein. Nun ging’s zum Hotel. Dies dachten wir alle, aber falsch gedacht……. Unerwartet verliessen wir die Autobahn und steuerten Raron an. Wir erblickten eine Felsenkirche mit Namen St. Michael. Diese wurde 1974 fertiggestellt. Mit 500 Sitzplätzen ist die St. Michaelskirche das grösste Gotteshaus der Neuzeit, das sich vollumfänglich im Felseninneren befindet. Dort lockte auch die Akustik, die wir gleich mit einem Lied getestet haben. Dieser Besuch war eine schöne Überraschung für uns alle. Bei der Rückfahrt bestaunten wir jedes Mal die riesigen Parabolspiegel von Leukerbad, die hoch oben in den Hügeln thronten. Nach diesem schönen, abwechslungsreichen Tag genossen alle den ruhigen Abend im Hotel.

Bereits war es schon wieder Freitag, und an diesem sonnigen Tag bereisten wir Zermatt (1600 m ü. M.) In Träsch setzten wir uns in den Zug, um nach Zermatt zu gelangen. Ein wunderschöner Tag erwartete uns. Das Matterhorn in seiner grossen Pracht zu sehen, war wunderschön. Die alten Häuser, die Kirche mit dem Bergsteigerfriedhof wurde bestaunt und das Dorf erkundet. (Hier merkte man das Ausmass von Corona. Nur wenige Menschen flanierten in den Dorfstrassen. Die Restaurants und Geschäfte waren gähnend leer und wir wurden bei allen Gastgebern herzlich und dankbar empfangen.) Schön war dieser Besuch.

Den Samstag konnten die Senioren selbst gestalten. Einige schlenderten durch Brig, Naters oder besuchten das Dorf Mund (dort wird Safran angebaut). Abends erwartete die Gruppe ein feines Raclette im Freien. Überrascht wurden alle von Sven und Milia, die mit dem Schweizer-Örgeli und Bassgeige für Stimmung sorgten. Doch die gute Stimmung wurde kurz unterbrochen von heftigen Regengüssen und Sturmböen. Alle flüchteten vor den Wassermassen…… Nach kurzer Zeit war das Unwetter vorbei und schnell trockneten Helfer und Personal die Tische und Stühle. Bald sah man in zufriedene Gesichter beim Genuss des Raclettes.

So schnell geht eine schöne Seniorenferienwoche vorbei und am Sonntag um 7.45 Uhr hievte die Car-Chauffeuse die Koffer in den Bauch des Fahrzeugs. Nach dem Frühstück, alle im Car bereit zur Abfahrt, versammelte sich die ganze Crew des Hotels an der Strasse, um uns zum Abschied zuzuwinken. Dies war sehr emotional für alle. Durch grüne, blütenreiche Landschaften fuhren wir in Richtung Goms. Wir staunten jedes Mal über die Schönheit der von der Sonne gebräunten uralten Holzhäuser, die auf Steinplatten standen, um Mäusen keinen Eintritt zu gewähren. Weiter über den Grimsel-Pass, vorbei an der Gelmerbahn, Aareschlucht in Richtung Hergiswil. Dort konnten wir ein Mittagessen geniessen. Müde, aber glücklich von so vielen Eindrücken konnten wir alle Senioren zufrieden daheim verabschieden.
2021 Seniorenferienwoche
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Fotograf/-innen Fränzi Locher, Franziska Locher
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Bereitgestellt: 24.06.2021     Besuche: 25 Monat
 
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