Monatsgedanken Mai 2021

Seniorenferienwoche 2017 <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Franziska&nbsp;Locher)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-altnau.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>98</div><div class='bid' style='display:none;'>1008</div><div class='usr' style='display:none;'>2</div>

Studentenjob als Nachtportier....
Manuela Henry,
Nachtportier

Das war meine berufliche Tätigkeit, mein Studentenjob während meines Theologiestudiums in Basel. Ungefähr einmal pro Woche – während der Semesterferien aber dann häufiger – verbrachte ich die Abende und Nächte im Hotel. Während der diesjährigen Frühlingsferien war ich das erste Mal seit meinen Studienjahren – sie endeten 1983 – wieder in Basel im „Hotel Rochat“. Das Hotel liegt in der Nähe vom Petersplatz, nicht weit weg vom Kollegien-gebäude der Universität. Und diesmal war ich natürlich nicht als Nachtportier dort, sondern als Feriengast mit meiner Gattin. Benannt ist das Hotel nach einem Genfer Pfarrer, Louis-Lucien Rochat, der zwischen 1849 und 1917 lebte und das schweizerische Blaue Kreuz massgeblich prägte. Eine Gruppe von Menschen, die abstinent leben wollen, also keinen Alkohol trinken. Bedeutend ist bis heute die Suchtprävention vom Blauen Kreuz, und die Arbeit von diesem christlichen Hilfswerk hat mich immer fasziniert. Das liegt wahrscheinlich an den Erlebnissen, die ich damals als Werksstudent in diesem Hotel hatte. Das „Blaukreuzhotel“ – so nannte man es damals – hatte eine grosse Anzahl gut zahlender Gäste aus nah und fern, was nicht erstaunlich war. Die Logierpreise waren nicht übertrieben hoch, das Haus ist leicht erreichbar. Damit war und ist wohl bis heute die finanzielle Basis gesichert. Daneben aber suchten auch immer wieder Randständige das Hotel auf, bekamen im Restaurant eine sättigende Mahlzeit zu einem fairen Preis. Unvergesslich sind für mich bis heute die Weihnachtsfeiern für Alleinstehende, die ich damals miterlebt habe. Und ich hatte ausserhalb der Vorlesungsräume verstanden: Über Nächstenliebe kann man nicht nur reden, sie muss von uns Christen auch gelebt werden. Das zählte früher schon, das zählt auch heute. Und erst recht in der eigenen Kirchgemeinde.

Das jedenfalls meint Ihr Pfr. G. Hemmeler
Bereitgestellt: 29.04.2021     Besuche: 23 Monat
 
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