Seniorennachmittag im Café Manau Landschlacht

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Spannender Seniorennachmittag zum Thema Sklaverei im Sudan
Franziska Locher,
Sklaverei im Sudan

Mit diesem Thema eröffnete Hr. Gunnar Wiebalck (CSI) am 5. Februar den Seniorennachmittag im Café Manau in Landschlacht. Ein Lebensretter, der tausenden Menschen zur Befreiung aus der Sklaverei verholfen hat.

Der Sudan liegt in Afrika und erstreckt sich südlich von Ägypten. Mehr als 90% der Einwohner Südafrikas sind Christen. Seit 1955 ist der Sudan unabhängig. Bis 1972 wurde im Land Krieg geführt. Von 1982 – 2003, also 21 Jahre lang, herrschte ein "Heiliger Islamischer Krieg". Dabei wurden bis zu 2,5 Millionen Menschen ermordet, fünf Millionen Menschen aus ihren Häusern vertrieben. 300`000 Frauen, Kinder und Männer wurden versklavt. Raub, Plünderung und Zerstörung von Kirchen, Dörfern, Ernten und Viehherden waren an der Tagesordnung.
Herr Wiebalck (geboren und aufgewachsen in Deutschland) lebte viele Jahre in Afrika. Das Leben der Afrikaner interessierte ihn immer sehr. Unweigerlich wurde er auch mit der traurigen Wahrheit des Krieges und der Sklaverei konfrontiert. Er wurde Zeuge von Versklavung ganzer Dörfer (die zum Teil bis 6`000 Bewohner beheimateten). Der Nordsudan versuchte den Süden unter Zwang zu islamisieren. 1990 verliess Herr Wiebalck Afrika und liess sich in der Schweiz nieder. Da in Europa und anderen Ländern keine oder falsche Berichterstattungen über dieses Thema veröffentlicht wurden und die Bevölkerung getäuscht wurde, ging er an die Öffentlichkeit. Mit seinem Engagement konnte er viele europäische und amerikanische Freunde und Helfer gewinnen.

Mit interessierten Reportern reiste Herr Wiebalck nach Kenia. Über eine sichere Route (dem Landweg) gelang Ihnen die Einreise in den Südsudan. Insgesamt 114 Mal wurde dieser beschwerliche Weg gegangen mit der Belohnung, über 100`000 Sklaven (Frauen, Kinder und Männer) frei zu kaufen. Viele kamen verstümmelt aus der Gefangenschaft zurück. Diese Befreiungsaktionen wurden immer unter Lebensgefahr durchgeführt. Wieviel ist ein Menschenleben wert? In diesem Falle musste Herr Wiebalck 50 Franken pro Person als Auslösung zahlen. Dies wurde mit Spenden aus der ganzen Welt ermöglicht, da immer mehr über die Missstände informiert wurde. Auch dank der Reportagen. Nun wurde die amerikanische Regierung wachgerüttelt und drohte militärisch einzuschreiten. Dies beendete die Sklaverei.

Am 9. Juli 2011 entstand in Afrika ein neuer Staat: Südsudan.
Autor: Manuela Henry     Bereitgestellt: 08.02.2019    
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch