Seniorennachmittag zum Thema "Armenien"

2019_01_09_Seniorennachmittag<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-altnau.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>126</div><div class='bid' style='display:none;'>1346</div><div class='usr' style='display:none;'>2</div>

Pfr. P. Keller erzählt und zeigt Bilder zum Thema Armenien.
Franziska Locher,
Bilder aus Armenien

Unter diesem Titel fand der erste Seniorennachmittag in diesem Jahr statt. Am 9. Januar 2019 um 14.00 Uhr trafen sich über 30 Seniorinnen und Senioren im Restaurant Kreuzstrasse in Zuben. Gespannt lauschten sie den Worten von Pfr. P. Keller.

Im August und September 2017 bereiste Herr Keller Armenien. Wunderschöne und eindrückliche Bilder gaben uns einen Einblick von der Geschichte und dem Leben in diesem schönen, aber auch finanziell armen Land, indem über 80 Prozent Christen leben.
Noah soll auf dem Berg Ararat (5137m) mit seiner Arche gestrandet sein. Soviel zur Verbundenheit der Armenier zum Berg, der auch das Wappen ziert. 521. v. Chr. wurde das Land zum ersten Mal erwähnt.

Der Völkermord an den Armeniern war einer der ersten systematischen Genozide des 20. Jahrhunderts. Er geschah während des ersten Weltkrieges unter der Verantwortung der jungtürkischen, vom Komitee für Einheit und Fortschritt gebildeten Regierung des Osmanischen Reichs. Bei Massakern und Todesmärschen, die im Wesentlichen in den Jahren 1915 und 1916 stattfanden, kamen je nach Schätzung zwischen 300.000 und mehr als 1, 5 Millionen Menschen zu Tode. Die Schätzung zur Zahl der Armenier, die während der Verfolgung in den beiden vorangegangenen Jahrzehnten getötet wurden, variieren zwischen 80.000 und 300.000.
Was die "Helvetia" für uns Schweizer bedeutet, ist in Armenien die "Mutter Armenien". (Diese trägt ein Schwert zur Verteidigung). Da das Land Armenien eine schwache Armee besitzt, wird die Grenzbewachung heute von Russen unterstützt.

Das Land besticht mit seinen üppigen Aprikosen und Baumnussplantagen, mit seinen tiefen Schluchten, der Fauna und Flora. Der Sewansee ist mit seinen 1000 km2 so gross wie der Kanton Thurgau und ist ca. 70 Meter tief. Er ist stark gesäumt mit Sanddornbüschen. In den Schulen werden den Kindern drei Sprachen beigebracht (armenisch, englisch und russisch).
Heute können die Reisenden viele wunderbare Denkmäler bestaunen. Die unzähligen Kreuzsteine, die so filigran bearbeitet wurden und nie symmetrisch sind. Auch die Mauer des Schweigens, in der Namen jener Personen eingemeisselt sind, die Gutes bewirkt haben. (Wie Jakob Künzler, welcher tausenden armenischen Kindern zur Flucht verholfen hat). Entlang der Seidenstrasse ist eine Karawanserei zu betrachten, eine Unterkunft für Karawanen. Viele Ruinen und Kirchen sind absolut sehenswert.

Regula Trinkler und Denise Schmutz sorgten an diesem spannenden Nachmittag für musikalische Unterhaltung.

Franziska Locher
Autor: Manuela Henry     Bereitgestellt: 14.01.2019    
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch