Bericht zur Kirchgemeindeversammlung vom 16. April 2018

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Hier der Bericht zur Kirchgemeindeversammlung aus dem Allgemeinen Anzeiger Altnau.
Hanspeter Trionfini
Viel wertvolle Arbeit wird im Hintergrund geleistet

tri. Wäre nicht das Traktandum «Wahlen» gewesen, hätte man von einer ganz normalen Versammlung sprechen können. Dass dem nicht so war, zeigte das Interesse der Stimmbe-rechtigten, der Anlass wurde von sichtbar mehr Leuten besucht als üblich. Sie wählten mit Matthias Tödtli einen neuen Präsidenten, sagten Ja zum Kredit für ein neues Gemeinschaftsgrab und genehmigten Rechnung und Budget. Interimspräsident Hans Eberhardt konnte am Montagabend 54 Stimmberechtigte begrüssen. Einleitend hielt er fest, dass die Kirchgemeinde nicht funktionieren könnte ohne den tatkräftigen Einsatz vieler Freiwilliger. Ihnen sagte er herzlich Danke.

Matthias Tödtli übernimmt das Präsidium

Bei den ordentlichen Wahlen vor zwei Jahren war Hansjörg Widmer als Präsident der Kirchgemeinde zurückgetreten. Seither stand Hans Eberhardt interimistisch der Behörde vor. Der Suche nach einem neuen Präsidenten war lange kein Erfolg beschieden. Mit Matthias Tödtli stellte sich ein Mann der Versammlung vor, der von sich sagt: «Die Kinder- und Jugendarbeit hat mich geprägt». Er arbeitet seit 2002 in Sommeri und wohnt seit einem Jahr in Altnau. Die Anwesenden sprachen Matthias Tödtli mit 50 Stimmen ihr Vertrauen aus. Später am Abend wurde Prisca Wagner mit warmem Applaus verabschiedet. Sie hatte während drei Jahren in der Vorsteherschaft als Aktuarin gewirkt. Ende Mai 2018 läuft die vierjährige Amtsdauer der Synode aus. Altnau hat Anrecht auf zwei Synodale. Rita Nägeli und Guido Hemmeler hatten dieses Amt bisher versehen und stellen sich für eine weitere Amtsdauer zur Verfügung. Rita Nägeli wurde mit 54, Guido Hemmeler mit 51 Stimmen bestätigt.

Kredit genehmigt für ein neues Gemeinschaftsgrab

Auf dem bestehenden Gemeinschaftsgrab ist sowohl für Urnen als auch für Schrift tafeln kein Platz mehr vorhanden. Die Vorsteherschaft hat sich nach Erweiterungsmöglichkeiten umgeschaut und erachtet das nördliche Feld auf dem Friedhof als idealen Platz für ein neues Gemeinschaftsgrab. Es gäbe in dieser Ecke Platz für die nächsten fünf Jahrzehnte. Fünf einfache Basaltsäulen sind als gemeinsames Grabmal gedacht. Etwas entfernt davon kommen fünfeckige Granitsäulen zu stehen, auf welchen je zirka 25 Namen Platz haben. Die Vorsteherschaft ersuchte um einen Kredit über
30 000 Franken. Zur Finanzierung dieses Vorhabens kann ein Fonds in der Höhe von 15 400 Franken herangezogen werden. Die Versammlung genehmigte den Kredit diskussionslos. «Ich bin überzeugt, dass dies ein guter Entscheid ist. Das neue Grabfeld kann ein Zentrum werden im Friedhof, denn eine Bestattung im Gemeinschaftsgrab wird immer häufiger gewünscht», sagte Hans Eberhardt.

Steuereingang wurde recht genau budgetiert

Die Rechnung 2017 schliesst mit einem Plus von etwas über 90 000 Franken, rund 20 000 Franken besser als budgetiert. Bei den Steuern verfehlt der Ertrag das Budget um weniger als 7000 Franken. Auch bei den übrigen Konti gab es nur geringe Ab weichungen zum Voranschlag, so dass sich Pflegerin Rita Nägeli bei den Erläuterungen kurz fassen konnte. Die Vorsteherschaft beantragte, den Voranschlag wie folgt zu verwenden: 92 500 Franken als Abschreibung Kirchensanierung
und Fr. 11.88 als Vortrag auf die neue Rechnung. Sowohl die Rechnung als auch die Verwendung des Voranschlages wurden einstimmig genehmigt.

Verluste können vom Eigenkapital aufgefangen werden

Im Zuge der Kirchenrenovation wurde 2009 der Steuerfuss auf 25 Prozent erhöht. In zwei Schritten wurde er gesenkt und ist im laufenden Jahr mit 18 Prozent wieder gleich hoch wie vor der Renovation. Diese Senkung hat selbstredend Auswirkungen auf die Steuern, diese fallen rund 100 000 Franken tiefer aus. Kräftig angestiegen sind Miete und Benützungskosten. Das hängt zusammen mit dem neuen Jugendraum an der Scherzingerstrasse. Das Konto
Kirchenverwaltung wurde um rund 6000 Franken aufgestockt. «Wir haben die Entschädigung für das Präsidium angepasst», erklärte Rita Nägeli, «denn der zeitliche Aufwand darf nicht unterschätzt werden.» Der Voranschlag, in welchem der Kredit für das neue Gemeinschaftsgrab enthalten ist, schliesst mit einem Verlust von 33 210 Franken. Auch das Budget 2018 passierte diskussionslos und einstimmig. Der Finanzplan für die kommenden Jahre rechnet mit einem steigenden Defizit, rund 47 000 Franken im Jahr 2019 und 54 000 Franken im Jahr 2022. Das Eigenkapital von über 370 000 Franken lasse solche Abschlüsse zu, erklärte Rita Nägeli.

Die Jugend im «Focus»

In der Kirchgemeinde laufen verschiedene Projekte für die Jugendlichen. Harry Winkler stellte den neuen Jugendraum an der Scherzingerstrasse vor, welcher seit Kurzem der Jungschar «Focus» zur Verfügung steht. Jugenddiakonin Monika Fuchs erzählte vom «holprigen» Start und wie sie mit Gleichgesinnten daran arbeitet, den Jungen eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu ermöglichen. «Ich merke», sagte sie, «Jugend und Glaube, das ist in der heutigen Zeit keine einfache Sache.» Mit den Worten: «Sei grosszügig wie Gott, vergiss den Neid», schloss Hans Eberhardt die Versammlung und lud zu einem kleinen Apéro ein.
Autor: Manuela Henry     Bereitgestellt: 17.04.2018     Besuche: 18 Monat
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch