Monatsgedanken Januar 2018

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Was Worte alles bewirken können.....
Pfr. G. Hemmeler,
Worte haben Wirkung

Zu Beginn des neuen Jahres kann man gut und gerne zurückblicken auf Aussagen im vergangenen Jahr, die vielen grosse Freude bereiteten. Ganz aussergewöhnlich war ja der gemeinsame ökumenische Gottesdienst zum Reformationssonntag am vergangenen 5. November in unserer Kirche. Mir tönen noch immer die Worte von Matthias Loretan nach: „Wo haben wir durch unser Denken, Reden und Handeln trennend gewirkt? Wo einander die rechte Gesinnung, den wahren Glauben und das Kirche-Sein abgesprochen? Wo waren wir zu viel und zu sehr mit uns selber beschäftigt? Wo haben wir Unterschiede als Trennungen begriffen? Wo haben wir einander ausgeladen, wo doch nicht wir es sind, die einladen; wo haben wir die Verschiedenheit und nicht die Verbundenheit betont…“ Die vielen Aussagen gipfelten schliesslich in die Worte: „Ich bitte unsere reformierten Geschwister im Namen unserer Kirche um Entschuldigung für den Schmerz, den ihr durch katholische Gläubige und vor allem Amtsträger erfahren habt“. Und von mir kamen die Worte: „Ich bitte unsere katholischen Schwestern und Brüder im Namen unserer Kirche um Entschuldigung für das Leid, das euch durch uns zugefügt wurde“. Wenn man weiss, wie sehr sich evangelische und katholische Christen jahrhundertelang gegenseitig misstrauisch beäugt und gegenseitig abgelehnt haben, dann spürt man, wie bewegend diese Entschuldigungs-Worte waren. Man musste in den letzten Jahren beim „Fall Jehle“ auch nur nach Kreuzlingen blicken um zu
begreifen, wie befriedigend unsere hiesige Situation war und ist. Unterschiedliche Meinungen gibt es. Aber damit kann man ja auch leben! Worte können verletzen, Worte können auch heilen. Dass unsere Worte vor allem letzteres bewirken, wünscht sich Ihr Pfr. G. Hemmeler
Autor: Manuela Henry     Bereitgestellt: 27.12.2017    
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch